ready, set, go! schon geht es abwärts. Du schwebst auf einem Luftposter dahin und geniest das unglaubliche Panorama, das sich unter Dir ausbreitete. Der Gegenwind sauste durch Mark und Bein. Etwa 50 Sekunden später später öffnet sich der Schirm und der Springer wird von 200 km/h auf etwa 20 km/h abgebremst. Das laute Getöse des Windes ist plötzlich verschwunden und es kehrte himmlische Ruhe ein. Schließlich landetet man durch präzises lenken der modernen Flächengleiter punktgenau und weich am Zielort.

Wer nach diesem Gefühl süchtig wird, macht den Sprungschein.

 

Dein Weg zum Sprungschein: Suche Dir in Ruhe den für Dich besten Verein oder Schulungsbetrieb und Flugplatz aus. Kosten, Betriebszeiten, weitere Betreuung nach der Erlagung des Grundscheines und natürlich die geografische Nähe sollten für Deine Entscheidung maßgeblich sein.

 

 

 

Die Ausbildung: Die Ausbildung erfolgt nach der Automaten- oder AFF-Methode. Bei der AFF-Methode springst Du aus 4000 m Höhe und erlebst  - gehalten von zwei AFF-Lehrern - rund 2000m freien Fall, bevor Du selbst den Auslösegriff ziehst und Deinen Fallschirm zum Landeplatz steuerst. Um mit den nächsten Level fortzufahren mußt Du eine vorgegebene Aufgabe erfüllen. Die Aufgabe wird vor jedem Sprung mit den Lehrern am Boden vorbereitet und geübt. Wird das Ausbildungsziel in einem bestimmten Sprung nicht erreicht, so muß dieser wiederholt werden. Ab dem Level 4 wirst Du nur noch von einem Lehrer begleitet. Nach dem 7. Level machst Du Deinen ersten Solosprung. Es gibt praxisnahen Unterricht für die theoretische Ausbildung in den Fächern: Luftrecht, Meteorologie, Verhalten in Gefahrensituationen, Aerodynamik, Fallschirmtechnik und Erster Hilfe. Die Prüfung: nach mindestens 28 Freifallsprüngen machst Du 2 Prüfungssprünge und einen Theorietest. Später kannst Du mit der Schulung zum Relativspringen (OBO) weitermachen.

 

 

Fallschirmspringen als Sport: Es existieren die folgenden Disziplinen im Fallschirmsport:

  • Stil: Ein festgelegtes Programm aus Drehungen und Salti muß in möglichst kurzer Zeit möglichst exakt geflogen werden.
  • Ziel: Die Landung soll so nah wie möglich an einem festgelegten Nullpunkt erfolgen.
  • Freestyle: Ballett in der Luft
  • Relativ: Mehrere Springer bilden im Freifall in festgelegter Zeit möglichst viele vorgegebene Formationen.
  • Kappenrelativ: Mehrere Springer bilden mit ihren geöffneten Fallschirmen vorgegebene Formationen:
  • Freefly: Hier ist praktisch alles subsummiert außer Fallen auf dem Bauch.
  • Skysurfen: Ein Surfbrett an den Füßen.
  • Para-Ski: Zweikampf kombiniert aus Zielspringen und Skirennen.